Biografie

Ich bin 1985 in Basel geboren. Als sogenanntes „Theaterkind“ bin ich früh mit Theater, im speziellen mit Musiktheater in Verbindung gekommen. Daher habe ich parallel zu meinen Ausbildungen Zeit im Theater, genauer gesagt im Theater Basel verbracht. Mit Theater im Blut war meine Zukunft vorbestimmt, auch wenn ich im Studium erst einmal einen anderen Weg eingeschlagen habe.

Nach der Schulzeit in Basel studierte ich Horn bei Prof. Nigel Downing an der Zürcher Hochschule der Künste. 2008 schloss ich mein Studium mit einem Lehrdiplom ab. Neben dem Diplom für Instrumentallehrer belegte ich die Schwerpunkte Orchesterleitung, Gesangs-und Klavierunterricht, Komposition und Programmierung von Computermusik.

Parallel zum Studium habe ich privat und als Vertretung an der Musik Akademie Basel und am Konservatorium Zürich unterrichtet. Ich spielte in diversen Orchestern und hatte Auftritte als Solohornist.

Nach dem Musikstudium wechselte ich an die Universität Zürich. Dort studierte ich Skandinavistik, Filmwissenschaften und Erziehungswissenschaften. Jedoch hat in mir das „Theaterblut“ keine Ruhe gelassen, sodass ich das Studium nicht beendet habe.

Ich arbeitete neben dem Studium vermehrt am Theater (als Aushilfstechniker am Opernhaus Zürich sowie als Beleuchtungsinspizient am Theater Basel). 2009 entschied ich mich, an verschiedenen Häusern in Opernproduktionen zu hospitieren: Bei den Salzburger Festspielen (bei Claus Guth), an der Oper Halle/Saale (bei Frank Hilbrich), am Theater Basel (bei Christoph Marthaler), an der Vlaamseopera Antwerpen (bei Peter Konwitschny) und an der Staatsoper Stuttgart (bei Jossi Wieler/Sergio Morabito).

Von Sommer 2010 bis Sommer 2013 war ich als Regieassistent am Theater Freiburg (im Breisgau) angestellt. Dort war ich hauptsächlich für Musiktheater-Produktionen zuständig, betreute aber auch Schauspiel-, Tanz- und Jugendprojekte. Ich arbeitete unter anderem mit Calixto Bieito, Frank Hilbrich, Eva-Maria Höckmayr, Yona Kim, Thomas Krupa, Jarg Pataki, Tom Ryser, Uli Jäckle, Graham Smith und Michael Sturm zusammen. Neben der Arbeit als Regieassistent unterrichtete ich Theaterklubs für Jugendliche mit Schwerpunkt Musiktheater.

In Freiburg hatte ich den ersten Erfolg als Regisseur. Im Rahmen meiner Anstellung inszenierte ich eine Familienversion der Zauberflöte. „Die kleine Zauberflöte“ war eine Produktion für das Große Haus mit Sängern, Schauspielern, Knaben, Chor und Orchester. Diese Inszenierung war ab Mai 2012 für vier Jahre im Repertoire und meistens ausverkauft.

Zusammen mit Pascal Seibicke (seit der Zauberflöte mein Ausstatter) und Heiko Voss entwickelte ich im Dezember 2012 einen Musiktheater-Abend im Foyer des Theater Freiburgs mit Musik von Heinrich Schütz und Johannes Sebastian Bach. Dieser erfolgreiche Schütz-Bach-Abend war ein musikalisches Festmahl mit Völlerei und Tod, angelehnt an den Film „La grand Bouffe“ von Marco Ferreri und hatte den Titel „Das barocke Fressen“.

Von 2013 bis 2018 war ich Spielleiter an der Hamburgischen Staatsoper. An der Staatsoper betreute ich als Regieassistent Neuproduktionen und war als Wiederaufnahme-Regisseur für diverse Repertoire-Inszenierungen und Vorstellungen als Abendspielleiter zuständig. Als Assistent arbeitete ich unter anderem mit Romeo Castelucci, Calixto Bieito, David Alden, Andreas Homoki, Jens-Daniel Herzog, Jochen Biganzoli, Johannes Erath, Karoline Gruber, Vera Nemirova, Jetske Mijnssen, Michael Thalheimer, Jette Steckel und Achim Freyer zusammen.

An der Hamburgischen Staatsoper inszenierte ich im Rahmen meiner Anstellung im November 2016 eine Oper mit Kindern für Kinder. „Der kleine Schornsteinfeger“ von Benjamin Britten war eine Produktion, bei der Kinder aus einem Theaterworkshop Rollen der Oper einstudiert und übernommen und gemeinsam mit Solisten der Staatsoper auf die Bühne gebracht haben.

Neben meiner Festanstellung an der Hamburgischen Staatsoper arbeitete ich mit Calixto Bieito als Gastassistent an verschiedenen Häusern, unter anderem im Februar / März 2017 bei der Zwei-Sparten-Produktion „Oresteia“ von Xenakis und Ayschilos am Theater Basel und im Sommer / Herbst 2017 in Bilbao am Teatro Arriaga bei der baskischen Schauspiel-Produktion von „Obabakoak“ von Atxaga.

Parallel besuche ich seit Sommer 2015 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg den Masterstudiengang „Kultur- und Medienmanagement“, welchen ich voraussichtlich im Mai 2019 mit einem Master of Arts in Kultur- und Medienmanagement abschließen werde.

Seit Sommer 2018 bin ich freischaffender Regisseur, Regieassistent und Regiemitarbeiter. Zukünftige Stationen sind das Theater Basel, die Oper Vlaanderen Antwerpen, die Bregenzer Festspiele und das Staatstheater Nürnberg.